Meine Erfahrungen mit der Mathematik

Viel Lern-Frust statt Lern-Lust
Meine schulische Laufbahn war alles andere als spannend und sehr wechselhaft. Mathematik stellte für mich in der Grundschule kein Problem dar. Allerdings habe ich später, als Jugendliche immer mehr Lernfrust in der Schule erfahren müssen, so dass ich in der Abschlussklasse eine fünf auf dem Zeugnis bekam.
Das dies nicht förderlich war, um später eine Laufbahn im kaufmännischen Bereich mit Erfolg zu beschreiten, lag auf der Hand. Dennoch schlug ich mich mit kaufmännischen Rechnen so durch meine Berufsausbildung, bis zum Abschluss zur Kauffrau im Einzelhandel.
Schultrauma im Fach Mathematik
Da ich meinen Beruf liebte und dennoch schon immer gerne lernte, bis heute, strengte ich mich enorm an, meine schulischen Lücken auszumerzen und verbesserte mich mit viel Fleiß und Ausdauer in dem Fach Mathematik. Dennoch, ich hatte wohl ein Trauma während der Schulzeit erlebt, denn ich habe es mir irgendwie nicht verzeihen können, dass ich in der Trigonometrie damals so schlecht abschnitt.
So hatte ich unterschwellig immer ein ungutes Gefühl, wenn es um das Thema Mathematik ging. Im Laufe der Jahre lernte ich damit umzugehen und ich begann eine Karriere im Einzelhandel.
Beruflich hatte ich überwiegend mit Zahlen und Daten zu tun
Ich begann im Anschluss an meine Berufsausbildung eine Weiterbildung zur Abteilungsleiterin im Einzelhandel. Da ging es weiter mit dem leidigen Thema Mathematik. Neben der Vertiefung des kaufmännischen Rechnens, bis zu Kennzahlen in Kalkulation, Analysen von Lagerbeständen, Abverkäufen und weiteren kaufmännischen Daten und Fakten, ging es weiter an die Controlling-Aufgaben.
Es war für mich außerordentlich Interessant, zu begreifen, wie die Zusammenhänge in all den betriebswirtschaftlichen Abläufen aussehen. Mit großer Begeisterung beschäftigte ich mich nun mit den komplexen Ermittlungsverfahren zu Gewinnen und anderen betrieblichen Größen und Verkaufsanalysen. Es machte mir zunehmend Spaß mich mit Zahlen zu beschäftigen. Wer hätte das gedacht. Ich absolvierte mit Erfolg meine Prüfungen und freute mich darüber, dass Mathematik gar nicht so schwer ist.
Später bildete ich mich im Personalmanagement weiter. Auch da begegneten mir wieder viele Zahlen. Sei es, dass ich Gehaltsabrechnungen, mit Steuern und Sozial-Abgaben rauf und runter rechnen durfte, Reisekosten ausrechnete, die Personalbedarfsplanung machte und diverse weitere Kennzahlen plante. Die Mathematik verfolgte mich also weiter. Für meine selbstständige berufliche Laufbahn, zog es mich in die Spezialisierung zur Buchhaltungsfachkraft. Kontierungen, Warenein- und Ausgangsrechnungen standen an der Tagesordnung.
Hatte ich nun endlich genug von der Mathematik?
Obwohl ich viel Lernfrust, auch im Laufe meiner beruflichen Laufbahn und meiner Weiterbildungen erfuhr, sei es durch die langweilige Unterrichtsvermittlung, oder weil die vielen Störfaktoren in den Unterrichtszeiten für mich als hochsensible Frau, zunehmend belastend waren, durch Geräusche im Raum, viel zu große Gruppen, das monotone Sprechen des Lehrers u.v.a. mehr, faszinierte mich die Mathematik immer noch.
Dennoch – ich dachte zunehmend darüber nach, wie man dieses wunderbare Fach besser lernen könnte, als so mühsam vor den Aufgaben zu sitzen und eine Aufgabe nach der anderen zu lösen, Formeln auswendig zu lernen und sich irgendwie die Zusammenhänge zu erschließen.
Faszination Mathematik und alternative Lernmethoden
So beschäftigte ich mich immer mehr mit unterschiedlichen Lernmethoden und wandte sie bei meinen Lernprozessen an. Es machte mir zunehmend mehr Spaß Mathematik und andere Theorie auf kreative Weise zu lernen. Es war keine mühselige Angelegenheit mehr. Die Resultate waren ebenfalls erstaunlich. Ich schrieb in fast jedem Test nur noch Einsen und Zweien. Die Ergebnisse ließen den Schluss zu, dass das Lernen nicht nur Spaß machen kann, sondern auch großen Erfolg bringt.
Weshalb wird einem in der Schule nicht gelehrt, wie man am besten lernt? Weshalb werden so viele Schulstunden zu Fruststunden, wenn es doch so tolle kreative Lernmethoden gibt? Was ist mir da alles entgangen. Hätte ich von den Lernmethoden bereits in der Schule erfahren, dann hätte ich viel mehr Spaß beim Lernen gehabt. Ganz sicher hätte ich auch bessere Noten in der Schule geschrieben.
Eigene Lernerfahrungen weitergeben
Immer mehr interessierte ich mich für das Thema Lernen und Lernmethoden. So stellte ich mich eines Tages völlig neu auf. Ich wurde Lerntrainerin. Der Mathematik bin ich bis heute treu geblieben.
So ist ein intensiver Wunsch entstanden meine erfolgreichen Lernerfahrungen an die heutigen Schüler weiter zu geben. Sie sollen bereits in jungen Jahren von den vielen kreativen Lernmethoden erfahren, sodass die Mathematik auch ihnen Spaß macht und sie gute Noten bekommen.
Auf spielerische und kreative Art und vor allem mit Leichtigkeit zu lernen und zu lehren, ist heute zu meiner Berufung geworden.
